Was bei der Nachschulung während der Probezeit wichtig ist

Während der Probezeit eine Nachschulung bzw. ein Aufbauseminar in der Fahrschule zu besuchen, ist eine Möglichkeit, den eigenen Führerschein zu retten.

Wer heutzutage einen Autoführerschein bzw. einen Führerschein der Klasse B macht, startet mit einer Probezeit von zwei Jahren. Innerhalb dieser zwei Jahre sollte man sich möglichst nichts zu schulden kommen lassen. Jedoch ist dies leichter gesagt, als getan. Wer eine schwere oder zwei weniger schwere Ordnungswidrigkeiten bzw. entsprechende Verstöße begeht, kommt in ernsthafte Schwierigkeiten. Es erfolgt die Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminare (ASF Seminare), das auch häufig als Nachschulung bezeichnet wird.

Die Anordnung gilt als verpflichtend, weil sonst ein langfristiger Führerscheinentzug erfolgen kann. Wichtig ist es daher, der Anordnung Folge zu leisten und innerhalb der geltenden Frist einen entsprechenden Kurs bzw. ein Seminar zu besuchen. Nur so ist es möglich, die eigene Fahrerlaubnis zu retten. Nach einer erfolgreichen Teilnahme erfolgt die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis, sodass man mit dem Auto wieder am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen darf.

Am Aufbauseminare möglichst schnell teilnehmen

Wie schon erwähnt wurde, gilt es als wichtig, sich zu einem ASF Seminare möglichst schnell anzumelden. Eine rasche Anmeldung ist empfehlenswert, weil die Fahrschulen stets in Gruppen arbeiten. Erst wenn eine Gruppe zustande kommt (mindestens 6 Teilnehmer), kann es losgehen. Sollte man sich zu spät anmelden (maximal 12 Teilnehmer sind möglich), verpasst man womöglich die Frist. Deshalb ist es ratsam, zügig zu reagieren. Sollte sich abzeichnen, dass man die Frist nicht einhalten kann, gilt es unbedingt Rücksprache mit der Behörde zu halten und das weitere Vorgehen abzustimmen.

Kursanbieter für Nachschulungen zu finden, ist nicht besonders schwer. So gut wie alle Fahrschulen bieten entsprechende Programme an. Für den Fahranfänger, der während seiner Probezeit betroffen ist, bedeutet die Teilnahme, an vier Sitzungen mit einer Länge von je 135 Minuten teilnehmen zu müssen. Zum Abschluss gilt es noch eine Fahrprobe zu leisten.

Nachschulung während der Probezeit: Diese Kosten fallen an

Verständlicherweise ist der erneute Besuch einer Fahrschule nicht kostenlos. Welche Kosten für die Teilnahme am Aufbauseminare anfallen, hängt von der Preispolitik des jeweiligen Anbieters ab. Im Allgemeinen ist mit Kosten zu rechnen, die zwischen 200 und 250 Euro liegen - einige Fahrschulen sind sogar günstiger. Sofern sich mehrere Anbieter in der jeweiligen Region finden, bietet es sich an, deren Gebühren und Preise miteinander zu vergleichen.

Bei schweren Fällen, bei denen das Risiko besteht, dass man den Führerschein langfristig oder womöglich dauerhaft verliert, gilt es sehr vorsichtig zu sein. Es empfiehlt sich, Rücksprache mit dem zuständigen Amt zu halten und im Zweifelsfall rat von einem Rechtsanwalt einzuholen, der auf Verkehrsrecht spezialisiert ist, damit man eine zuverlässige Beratung erhält.