Welchen Verdienst ein Fahrlehrer erzielen kann

Beim Gehalt können Fahrlehrer einen unterschiedlichen Verdienst erzielen. Wie hoch das Einkommen ist, hängt von Auslastung, Region und Beschäftigung ab.

Der Beruf des Fahrlehrers ist aus Sicht vieler Leute ein Traumberuf. Die Möglichkeit, Autofahren und damit auch noch Geld verdienen zu können, reizt viele Menschen. Deshalb wird oftmals voreilig der Entschluss gefasst, als Fahrschullehrer arbeiten zu wollen. Allerdings sollte man sich diese Berufswahl gut überlegen, denn die Ausbildung gilt als sehr anspruchsvoll und ist nicht unbedingt günstig. Des Weiteren gilt es vorher zu klären, ob man mit dem Verdienst einverstanden ist bzw. vom Lohn leben kann.

Viele Personen, die sich für den Fahrlehrerberuf interessieren, stellen sich zum Glück relativ früh die Frage, wie viel man als Fahrlehrer oder Fahrlehrerin verdienen kann. Allerdings ist es gar nicht so leicht, verlässliche Antworten zu halten. So mancher Fahrschullehrer prahlt mit einem Verdienst, den er in Wirklichkeit überhaupt nicht verdient. Außerdem nehmen die Rahmenbedingungen einen starken Einfluss auf die Verdienstmöglichkeiten.

Faktoren, die das Einkommen beeinflussen

Es existiert eine bereite Reihe an Faktoren, die darüber entscheiden, wie viel man verdient. So kommt es zum Beispiel darauf an, in welchem Rahmen man ausbilden darf. Hier gilt: je höher die Qualifikation, desto besser sind die Verdienstmöglichkeiten. Wer zum Beispiel nicht nur im Pkw (für Klasse B oder BE) ausbilden darf, sondern aus Lkw-Führerscheinausbildungen (Führerscheinklasse C1 oder CE) durchführen kann, befindet sich in der Lage, höhere Stundensätze zu berechnen.

Auch der Standort ist ein bedeutender Faktor. Je mehr Fahrschulen in einer Region aktiv sind, desto schwieriger wird es. Der Wettbewerb drückt die Preise und somit auch die Gewinne der Fahrschulen. Der Fahlerer Verdient liegt vor allem in den Großstädten meist relativ niedrig. Hinzu kommt die Tatsache, dass häufig direkt nach Leistung bezahlt wird: Nur für jede gefahrene Stunde oder abgeleistete Stunde an Theorieunterricht gibt es Geld.

Es macht außerdem einen großen Unterschied, ob man als angestellter Fahrlehrer arbeitet und ein Gehalt bezieht oder ob man selbständig ist. Selbständige, die eine eigene Fahrschule betreiben, haben das größere Verdienstspektrum, wobei es auch immer darauf ankommt, wie sie ihre Unternehmen führen. Hinzu kommt die Auslastung: Im Endeffekt wird nur verdient, wenn auch gefahren werden kann.

Welcher Verdienst als Fahrlehrer konkret möglich ist

Gerade weil es so viele Faktoren gibt, verdient am Ende jeder Fahrschullehrer ganz unterschiedlich. Angestellte Fahrlehrer liegen mit ihrem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen einer Spanne von ca. 1.900 und 3.000 Euro (netto also zwischen 1.300 und 2.400 Euro je nach Steuerklasse). Wer über die Grenze von 2.500 Euro kommen möchte, muss aber schon einen guten Stundenlohn ausgehandelt haben und außerdem sehr viele Fahrstunden ableisten.

Wie schon angerissen wurde, ist das Spektrum bei Selbständigen noch einmal anders. Hier ist es wichtig, zwischen Umsätzen und Gewinnen zu unterscheiden. So mancher selbständige Fahrlehrer macht zwar hohe Umsätze, jedoch gibt es auch Ausgaben für Auto, Kraftstoff und Versicherung. Im Endeffekt ist es möglich, einen Bruttoverdienst zu erzielen, der zwischen ca. 1.900 und 5.000 Euro liegt. Experten, die ihren Bereich gefunden und sich etabliert haben, können ggf. auch besser verdienen.