Verkehrspsychologe erst besuchen, wenn man vorbereitet ist

Das Gespräch mit dem Verkehrspsychologen im Rahmen der MPU ist unausweichlich und ganz wichtig. Eine Vorbereitung kann die Chancen erhöhen.

Welche einzelnen Stationen im Rahmen einer MPU (Medizinisch Psychologische Untersuchung) durchlaufen werden müssen, hängt auch davon ab, was man sich hat zuschulden kommen lassen. So gibt es beispielsweise Personen, die sich einem Drogenscreening unterziehen müssen. Andere müssen dies wiederum nicht. Doch eine Station steht immer an: Das Gespräch mit einem Verkehrspsychologen.

Hierbei handelt es sich um den größten Stolperstein überhaupt. Vergleichsweise viele Leute, die ihren Führerschein wiederbekommen möchten, scheitern genau an diesem Punkt. Im Endeffekt geht es nämlich darum, gegenüber dem Verkehrspsychologen klar zu machen, dass man seine persönliche Einstellung geändert hat und man sich fortan ganz anders verhält, wenn man über die Möglichkeit verfügt, wieder mit dem Auto zu fahren bzw. am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen.

Es kommt relativ häufig vor, dass es MPU Teilnehmern nicht gelingt, im Gespräch zu überzeugen. Dies liegt auch häufig daran, dass sie eine komplett falsche Vorstellung vom Ablauf haben. Sie nehmen an, man würde Fragen gestellt bekommen, die man richtig beantworten muss. Im Grunde ist es natürlich auch so, allerdings gibt es keinen Fragenkatalog, welcher dem Psychologen vorschreibt, welche Fragen er zu stellen hat und ebenso wenig ist irgendwo definiert, welche Antworten richtig oder falsch sind. Welche Fragen im Rahmen des MPU Gesprächs gestellt werden, hängt letztlich ganz davon ab, weshalb es zum Führerscheinentzug gekommen ist.

Mit einer Vorbereitung die Chancen erhöhen

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass man bessere Chancen hat, seine Fahrerlaubnis wieder zu erhalten, wenn man sich vorbereitet. Dies bedeutet allerdings nicht, sich mögliche Fragen auszudenken und dann Antworten auswendig zu lernen. Ganz im Gegenteil: Es geht darum, sich mit der eigentlichen Problematik zu beschäftigen und sich zu überlegen, was man besser machen muss, damit man im öffentlichen Straßenverkehr keine Bedrohung für sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer darstellt.

Vielen Leuten fällt es jedoch schwer, sich genau diese Fragen zu stellen. Deshalb bietet es sich an, eine professionelle MPU Beratung zu besuchen. Es gibt Anbieter, die selbst als Verkehrspsychologe tätig sind bzw. Interessenten beraten und ihnen somit dabei helfen, die persönlichen Chancen zu erhöhen. So gesehen kann es sich richtig lohnen, derartige Kurse bzw. psychologische Beratungen zu besuchen, damit man gezielt an sich arbeiten und somit auch die Chance erhöhen kann, bei der MPU zu bestehen.

Nicht jeder Verkehrspsychologe ist geeignet

So mancher Psychologe, der eine solche Beratung anbietet, bezeichnet sich selbst als Verkehrspsychologe. Weil die Nachfrage groß ist, gibt es auch viele Anbieter. Diesbezüglich gilt es zu wissen, dass die Unterschiede zum Teil sehr groß sein können - und das nicht nur im Bezug auf die Preise, sondern auch auf die Qualität der Beratung. Einige Anbieter machen einen guten Job, andere bieten eine vergleichsweise schlechte Vorbereitung an, bei der es zum Teil nur darum geht, möglichst viele Sitzungen zu verkaufen, um dadurch Geld zu verdienen. Deshalb sollten Interessenten vorsichtig sein und sich genau informieren, bevor sie sich festlegen.