Vorsicht bei der Auflastung: Kein Geld verschwenden

Kfz-Steuer per Auflastung ist bei Wohnmobil, Geländewagen usw. nicht immer möglich. Vor der Umrüstung sollte man sich daher ganz genau informieren.

Es gab Zeiten, in denen Besitzer von Geländefahrzeugen und Kleinbussen richtig viel Geld bei der Kfz-Steuer sparen konnten. Die Ersparnis wurde auf eine ganz einfache Art und Weise erzielt: Die Fahrzeuge wurden einer Auflastung unterzogen, so dass sie anschließend als so genannte Kombinationskraftwagen geführt werden konnten. Dies führte bei den Finanzämtern zu einer besonderen Art von Besteuerung.

Anstatt den Hubraum zu besteuern, wurde dann auf das Gewicht geachtet. Dies führte zu dem Vorteil, dass das niedrige Fahrzeuggewicht eine niedrige Besteuerung mit sich bringt. Zugleich durften die Fahrzeuge weiterhin wie Pkw genutzt werden. Im Grunde mussten auch keine technischen Änderungen vorgenommen werden. Eine Verstärkung des Fahrwerks bzw. der Federn reichte meist aus. Anschließend musste man nur gegen Vorlage eines TÜV-Teilegutachtens einen neuen Fahrzeugschein erstellen lassen.

Die Gesetzeslage zur Auflastung wurde 2005 geändert

Weil sich zahlreiche Besitzer von Geländewagen und SUVs für diese Variante entschieden haben, hat der Gesetzgeber diese Lücke geschlossen. Seither lohnt sich die Auflastung nicht mehr: Trotz Lkw Einstufung muss eine höhere Kfz-Steuer entrichtet werden. Deshalb kommt die technische Umrüstung in den meisten Fällen nicht mehr in Frage. Zumindest unter wirtschaftlicher Betrachtung lohnt sie sich meistens nicht mehr. Natürlich kann es je nach Einzelfall auch anders aussehen. Bei Wohnmobilen bzw. Kleinbussen, die entsprechend umgerüstet werden, sieht es ganz ähnlich aus, weil auch dort neue Regelungen eingeführt wurden.

Wer sich dennoch für das Thema Auflastung interessiert, sollte sich mit einer Fachwerkstatt in Verbindung setzen. Wenn es um die reine Senkung der Kfz-Steuer geht, wird dort in den meisten Fällen zur Nachrüstung eines Partikelfilters geraten. Im Wesentlichen geht es darum, eine bessere Abgasnorm zu erreichen und auf diese Weise sicherzustellen, dass eine niedrigere Kraftfahrzeugsteuer entrichtet werden kann.