Was bei einem Reifenplatzer zu tun ist

Bei einem Reifenplatzer gilt es unmittelbar richtig zu handeln. Anschließend sollte man die Reifenpanne schnell und vor allem auch sicher beheben.

Die Zeiten, in denen Autofahrer Schwierigkeiten mit den Reifen hatten, sind eigentlich vorbei. Die Anzahl der Reifenpannen ist in den letzten Jahren merklich zurückgegangen, was an der deutlich gestiegenen Reifenqualität liegt. Hochwertige Materialien und moderne Produktionsverfahren erlauben es den Reifenherstellern erstklassige bzw. besonders belastbare Reifen zu produzieren.

Dennoch lassen sich Reifenplatzer nicht ausschließlich. Es kann immer einmal vorkommen, dass ganz unerwartet (meistens bei höherer Geschwindigkeit) ein Reifen platzt. Dies trifft übrigens nicht nur für Autos zu. Auch bei Motorrad oder Anhängern (vor allem beim Wohnwagen) kann es vorkommen, dass ein Reifen aufreißt und sogar die Karkasse gesprengt wird.

Das Verhalten von Reifen und Fahrzeug ist schwer einzuschätzen

Für den Fahrer ist es in solch einem Moment wichtig, die Situation möglichst schnell zu erfassen. Im Allgemeinen wird gesagt, dass es die Fahrgeschwindigkeit kontrolliert zu verringern gilt. Außerdem gilt es die Spur sicher zu halten und dann zielgerichtet an den Straßenrand oder den Notstreifen zu fahren bzw. dorthin zu rollen. Zum Verringern der Geschwindigkeit setzt man üblicherweise nur auf das Rollen. Man lässt langsam ausrollen, um über mehr Kontrolle zu verfügen. Durch Bremsen kann das Fahrzeug ausschlagen, so dass man evtl. gegenlenken muss.

Wichtig ist bei einem geplatzten Autoreifen (gilt auch für Motorradreifen, Anhängerreifen, Wohnwagenreifen etc.), dass man nicht in Panik gerät. Vor allem ruckartiges Gegenlenken gilt als äußerst gefährlich Außerdem sollte man natürlich nicht auf die Idee kommen, weiterzufahren. Eine Felge bietet keine gute Haftung, so dass es schnell gefährlich werden kann. Eine Ausnahme besteht höchstens dann, wenn man über Runflat-Reifen bzw. Reifen mit Notlaufeigenschaft verfügt. Doch selbst dann sollte man erst einmal sicherheitshalber anhalten, um sich einen Überblick über den Schaden am Reifen zu machen.

Was man nach dem Reifenplatzer macht

Das Anhalten gilt als wichtig, da man in der Tat darüber Bescheid wissen sollte, wie es um den Reifen bestellt ist. Wie es anschließend weitergeht, hängt ganz von der Ausgangslage ab. Wenn ein Reifen geplatzt ist und Runflat-Reifen montiert sind, besteht normalerweise die Möglichkeit, noch einige Kilometer langsam weiterzufahren und dann eine Reifenwerkstatt aufzusuchen. Ansonsten gilt es den defekten Reifen zu wechseln. Sofern man über ein Ersatzrad verfügt (beim Auto ist dies meist kein Problem, bei Motorrad oder Wohnwagen hingegen schon) kann man dieses montieren und anschließend die Reise fortsetzen.

Aufzupassen gilt es, wenn man nach einem Reifenplatzer zum Notrad oder zum Reifenspray greift. Beides sind Notlösungen, die letztlich nur zur Weiterfahrt verhelfen sollen, damit man eine Kfz-Werkstatt oder einen Reifenhändler aufsuchen kann. Längere Strecken können nicht zurückgelegt werden.