Warum Skidder bei der Waldarbeit ideal sind

Mit dem richtigen Skidder lässt sich Holz sicher im Wald bewegen. Neue Forstfahrzeuge sind traumhaft, doch auch gebrauchte Forstmaschinen können überzeugen.

Wenn Bäume auf größerer Fläche bzw. in beachtlicher Stückzahl geschlagen werden, können sich die Vollernter innerhalb kürzester Zeit weit in den Wald hineinarbeiten. Mit einem Forsttraktor wird es dann schwer, sich einen Weg durch das Dickicht zu bahnen. Um die gefällten Bäume heraus bzw. an die Wege heranzuziehen und dann zu verladen (man bezeichnet diese Arbeit auch als skidding), setzt man so genannte Skidder ein.

Hierbei handelt es sich um eine Forstmaschine, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurde. Im Vergleich zu einem typischen Forstschlepper bringt der Skidder mehrere Vorteile mit sich. Das wäre vor allem der enorm starke Antrieb, der es je nach Ausführung ermöglicht, mehrere Baumstämme gleichzeitig zu ziehen oder zu schieben. Große Räder, deren Reifen mit einem optimierten Profil versehen sind sowie natürlich ein Allrad Antrieb tragen dazu bei, sich besonders sicher auf diesem anspruchsvollen Terrain bewegen zu können.

Hersteller kommen aus Skandinavien und den USA

In Deutschland werden entsprechende Forstfahrzeuge noch gar nicht so lange eingesetzt. Zwar mögen einige Forstbetriebe schon länger mit diesen Fahrzeugen arbeiten, jedoch werden sie in anderen Ländern wesentlich intensiver eingesetzt. Besonders in skandinavischen Ländern wie Finnland und Schweden sowie auch in den USA sind Skidder schon wesentlich länger verbreitet. Dort sind auch die führenden Hersteller ansässig, was im Grunde nicht verwundert. In den USA zählen Unternehmen wie Caterpillar und John Deere zu den bekanntesten Herstellern in diesem Bereich der Forstmaschinen.

Natürlich reicht ein gutes Fahrzeug noch lange nicht aus, um schwere Baumstämme sicher durch den Wald bewegen zu können. Erst in Verbindung mit den richtigen Anbaugeräten ist es möglich, effizient zu arbeiten. Je nach Einsatzbereich und den weiteren Forstmaschinen, die zum Einsatz gelangen, setzt man auf verschiedene Anbaugeräte. Einige Skidder sind beispielsweise mit Schaufeln ausgestattet, mit welchen sie die Bäume in erster Linie drehen und schieben. Aber auch mit Forstseilen und Ketten werden die Baumstämme oftmals gezogen. Allerdings ist anzumerken, dass immer häufiger auf den Forstkran oder Rückekran gesetzt wird, damit man sich in der Lage befindet, das frisch geerntete Holz auch gleich verladen zu können.

Gebrauchte Skidder sind deutlich günstiger

Dass derart leistungsstarke Forstfahrzeuge nicht unbedingt günstig sind, dürfte kaum jemanden verwundern. Deshalb müssen sich die meisten Forstbetriebe auch genau überlegen, ob sich die Anschaffung überhaupt lohnt. Weil neue Fahrzeuge häufig so kostspielig sind, muss auf Finanzierungen gesetzt werden oder es werden gleich gebrauchte Fahrzeuge erworben.

Wenn man es genau nimmt, ist gegen den Kauf gebrauchter Fahrzeuge nichts einzuwenden. Jedoch ist es wichtig, bei der Auswahl gut aufzupassen. Es ist ganz klar, dass vor allem der technische Zustand überprüft werden muss. Schließlich wäre es alles andere als erfreulich, wenn schon nach einer kurzen Einsatzdauer die ersten Reparaturen anstehen und man viel Geld für Ersatzteile ausgeben muss.