Was bei der Oldtimer Zulassung wichtig ist

Eine Oldtimer Zulassung ist nicht für jedes Auto oder Motorrad erhältlich. Erfahren Sie hier, worauf auf der Zulassungsstelle großen Wert gelegt wird.

Zwar sieht man immer wieder Oldtimer, die über eine reguläre Kfz-Zulassung verfügen, doch die meisten Oldtimerbesitzer ziehen es vor, das H-Kennzeichen zu erhalten. Eine klassische Oldtimer Zulassung bringt nämlich mehrere Vorzüge mit sich. Dementsprechend lohnt es sich in den meisten Fällen diesen Weg zu gehen. Die Kunst besteht im Wesentlichen nur darin, die geltenden Voraussetzungen zu erfüllen.

Doch erst einmal zu den Vorteilen. An erster Stelle ist die Kfz-Steuer zu nennen. Als Oldtimer zugelassene Kraftfahrzeuge werden pauschal besteuert. Je nach Hubraum bedeutet dies, von einem deutlichen Kostenvorteil profitieren zu können. Denn aufgrund der schlechten Abgaswerte würden sonst hohe Kosten anfallen. Dies ist auch der Hauptgrund, weshalb das Interesse an der Oldtimerzulassung so groß ist. Den meisten Leuten geht es darum, die Steuer zu senken und somit Geld zu sparen.

Es gibt aber noch weitere Gründe, die für eine Fahrzeugzulassung als Oldtimer sprechen. Immerhin ist es so, dass Oldtimer in Umweltzonen gefahren werden dürfen, ohne bestimmte Anforderungen erfüllen zu müssen. Eine Umweltplakette bzw. Feinstaubplakette wird nicht benötigt. Außerdem gibt es auch Vorteile bei der Kfz-Versicherung. Einige Versicherungsunternehmen bieten spezielle Oldtimerversicherungen an. Deren Tarife sind manchmal an die Kfz-Zulassung gekoppelt, sodass beispielsweise ein H-Kennzeichen für den günstigen Versicherungsschutz gefordert wird.

Voraussetzungen für die Oldtimer Zulassung

Wie schon erwähnt wurde, kann ein Fahrzeug nur bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen als Oldtimer zugelassen werden. Da wäre an erster Stelle das Fahrzeugalter zu nennen. Mindestens 30 Jahre müssen klassische Automobile und Motorräder alt sein, wobei zu erwähnen ist, dass nicht das Baujahr, sondern die Erstzulassung über das Alter entscheidet.

Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist das so genannte Oldtimergutachten. Ohne eigenständiges Gutachten, welches belegt, dass es sich beim Fahrzeug um kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut handelt, kann die Fahrzeuganmeldung nicht erfolgen. Des Weiteren gelten die üblichen Voraussetzungen, die unter anderem gültige Fahrzeugpapiere und TÜV-Papiere umfassen.

Hinweise zum Oldtimer Gutachten

Das Fahrzeuggutachten stellt in den meisten Fällen die größte Hürde dar. Diesbezüglich ist anzumerken, dass die Prüfer relativ genau hinsehen. So dürften die Fahrzeuge beispielsweise nicht verbastelt sein. Ein guter technischer Zustand oder eine fachgerechte Oldtimerrestauration sind Voraussetzungen für den Erhalt des Gutachtens. Vor allem im Bereich der Modifikationen gilt es aufzupassen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel der Katalysatornachrüstung, können Fahrzeugmodifikationen schnell zu einer schlechten Bewertung führen, welche letztlich die Oldtimer Zulassung verhindert.

Das eigentliche Gutachten ist beim TÜV erhältlich. Derartige Fahrzeuguntersuchungen und Bewertungen werden oftmals nicht täglich durchgeführt. Fast immer ist es erforderlich, einen Termin zu vereinbaren. Am besten setzt man sich telefonisch mit der TÜV-Stelle in Verbindung, damit man auch gleich die Kosten erfragen kann.