Wo und wie das Oldtimergutachten erhältlich ist

Ein ordentliches Oldtimergutachten ist für das H-Kennzeichen unverzichtbar. Erfahren Sie hier, wo man das Gutachten für sein Fahrzeug erhalten kann.

Es kann sich richtig lohnen, von der regulären Zulassung abzusehen und stattdessen auf eine Oldtimer Zulassung zu setzen. Diese bringt unter Umständen gleich mehrere Vorteile mit sich und ist daher sehr reizvoll. Dies gilt insbesondere für die Kfz-Steuer: Ein Auto oder Motorrad, das als Oldtimer zugelassen ist, wird mit einer pauschalen Steuer belastet, wodurch die Kosten meist deutlich gesenkt werden. Außerdem kann auch bei der Fahrzeugversicherung profitiert werden. Klassische Fahrzeuge lassen sich in Verbindung mit dem H-Kennzeichen meist deutlich preiswerter versichern.

Allerdings sind eine solch spezielle Zulassung und Versicherung nicht ganz so leicht erhältlich. Nur bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen kann auf diese Weise verfahren werden. Eine dieser Voraussetzungen besteht darin, dass der Fahrzeughalter ein entsprechendes Gutachten vorlegen kann. Gemeint ist das so genante Oldtimergutachten, das im Endeffekt als unverzichtbar gilt.

Das Fahrzeuggutachten entscheidet über die Zulassung

Auf der Zulassungsstelle wird sehr genau auf dieses Gutachten geschaut. Nur wenn es vorhanden ist und dem Fahrzeug mindestens die Note drei erteilt wurde, ist ein Oldtimerzulassung möglich. Folglich bleibt einem keine andere Wahl, als ein entsprechendes Fahrzeuggutachten in Auftrag zu geben, falls man noch nicht darüber verfügt. Im Übrigen ist es in Verbindung mit dieser Zulassung nicht mehr erforderlich, eine Umweltplakette anzubringen. Oldtimer dürfen Umweltzonen problemlos bewegt bzw. gefahren werden.

Was die Kfz-Versicherung betrifft, so sieht es unter Umständen ein wenig anders aus. Hier kommt es ganz auf den jeweiligen Versicherer an. Es gibt Kfz-Versicherer, die ihre Oldtimerversicherungen nur zugänglich machen, wenn ebenfalls ein Gutachten vorgelegt wird. Andere Versicherer verzichten hingegen darauf. Dementsprechend gilt es herauszufinden, welche Anforderungen vom Versicherer gestellt werden.

Für das Oldtimergutachten den TÜV aufsuchen

Das eigentliche Gutachten ist beim TÜV erhältlich. Dort wird das Fahrzeug von Experten überprüft. Diesbezüglich ist eine wichtige Ergänzung zu machen: Nicht alle TÜV-Stellen führen derartige Fahrzeugbewertungen täglich durch. Deswegen sollte man sich rechtzeitig mit dem TÜV in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren. Hierbei kann auch abgeklärt werden, welche Kosten durch die Bewertung enstehen.

Bei der Bewertung wird auf den technischen Zustand geachtet. Die Untersuchung ist nicht mit der Hauptuntersuchung zu verwechseln. Diese muss grundsätzlich separat durchgeführt werden. Vielmehr achten die Prüfer und Gutachter darauf, wie originalgetreu das Fahrzeug aufgebaut ist. Abweichungen vom einsteigen Originalzustand sind nicht gewünscht. Verbastelte bzw. stark modifizierte Fahrzeuge erhalten das Gutachten oftmals nicht oder sie werden mit einer schlechten Bewertung bestraft. Bestimmte Modifikationen, wie beispielsweise ein nachgerüsteter Katalysator, sind hingegen zulässig.

Wer ein Auto oder Motorrad restaurieren möchte, sollte sich im Zweifelsfall mit den Experten in Verbindung setzen. Es ist immer gut, rechtzeitig in Erfahrung zu bringen, welche Arbeiten bei der Restauration problemlos durchgeführt werden können und was ggf. zu Schwierigkeiten führt. Zwar mag dies manchmal ein wenig lästig erscheinen, aber am Ende ist es wichtig, dass der TÜV seine Zustimmung erteilt.