Youngtimer kaufen und zulassen: Hierauf kommt es an

Gut erhaltene Youngtimer sind heutzutage gefragte Autos. Beim Autokauf gilt es aufzupassen, damit das Fahrzeug seinen Besitzer später glücklich macht.

In den letzten Jahren ist ein regelrechter Youngtimer Boom ausgebrochen. Dies gilt besonders für den deutschen Automarkt, denn noch nie zuvor gab es so viele Menschen, die sich für entsprechende Autos begeistern konnten. Das Interesse ist enorm groß und für immer mehr Leute steht fest, ein solches Automobil kaufen und dann natürlich auch fahren zu wollen.

Dementsprechend ist der Youngtimer Markt auch richtig in Bewegung gekommen. Im Grunde konnte man bis vor ein paar Jahren noch gar nicht von einem Markt sprechen. Allerdings hat sich dies deutlich geändert. Inzwischen gibt es sogar Autohändler und Autohäuser, die sich voll und ganz auf diesen Kfz-Bereich spezialisiert haben. Die gilt nicht nur für den Ankauf und Verkauf der Autos, sondern auch für deren Reparatur. Sofern man Schwierigkeiten mit seinem Fahrzeug hat bzw. Reparaturen oder auch Wartungen anstehen, ist es mittlerweile möglich, spezialisierte Kfz-Werkstätten aufzusuchen.

Hinweise zum Autokauf

Wer einen solches Auto kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden zahlreiche Fahrzeuge angeboten. Im Grunde ist die Auswahl enorm groß, weshalb man zumeist ohne größere Schwierigkeiten fündig werden dürfte. Dennoch sollte man nichts überstürzen: Es ist ratsam, den Autokauf sehr gezielt anzugehen, damit später keine unnötigen Probleme auftreten.

Zunächst einmal sollte man sich der Definition bewusst sein. Ein Youngtimer ist im Endeffekt nichts anderes als ein Fahrzeug, welches das Zeug zum Klassiker hat oder bereits ein Automobilklassiker ist. Allerdings wird es aufgrund seines Alters noch nicht als Oldtimer eingestuft. Eine genaue Alterseinstufung gibt es allerdings nicht. Im Endeffekt ist es so, dass verschiedene Definitionen existieren. Einige Leute sind der Meinung, dass sich das Fahrzeugalter auf mindestens 20 Jahre belaufen muss, andere setzen sogar 25 Jahre fest.

Ein ganz wichtiger Punkt bei der Fahrzeugwahl ist vor allem der Zustand der Gebrauchtfahrzeuge. Hier ist es wichtig, Autos zu wählen, die möglichst nicht verbastelt sind. Dies hat einen simplen Hintergrund: Wenn sich ein Fahrzeug nicht mehr im Originalzustand befindet, kann es später enorm schwierig werden, diesen wiederherzustellen, damit das Fahrzeug eine Oldtimer Zulassung erhalten kann. Diese Zulassung wird von vielen Fahrzeugbesitzern angestrebt, um dadurch von einer niedrigeren Kfz-Steuer und ggf. auch einer speziellen Fahrzeugversicherung profitieren zu können.

Deshalb sollte man beim Autokauf auch nicht knausern. Wenn elementare Kfz-Teile angegriffen sind, gilt es aufzupassen. Es ist immer besser, Autos mit einer soliden Grundsubstanz zu kaufen. Diese kann man immer noch einer Restauration unterziehen, welche sich dann leichter gestaltet und außerdem weniger Kosten hervorruft.

Über die Youngtimer Zulassung

Viele Autokäufer sind der Meinung, bereits mit einem Youngtimer bei der Steuer sparen zu können. Allerdings ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Das H-Kennzeichen, das letztlich zu einem pauschalen Steuerbetrag führt, ist erst dann erhältlich, wenn das Fahrzeug als Oldtimer klassifiziert wurde und auch ein entsprechendes Gutachten vorliegt. Dementsprechend müssen Youngtimer regulär zugelassen werden. Das Zulassen bzw. die später folgende Steuer kann daher zum Teil relativ hoch ausfallen, besonders wenn die Abgasanlage nicht den heutigen Standards entspricht. So mancher Youngtimer verfügt beispielsweise noch nicht einmal über einen Katalysator. Daher ist es manchmal günstiger, die Autos lediglich zeitweise anzumelden. Mit einem Saisonkennzeichen lässt sich oftmals eine satte Ersparnis erzielen.

Bei der Kfz-Versicherung kann man unter Umständen schon vorher sparen. Mittlerweile gibt es mehrere Versicherungsunternehmen, die eigenständige Youngtimer Versicherungen anbieten. Der Fahrzeughalter bzw. Versicherungsnehmer profitiert in solchen Fällen zumeist von einem niedrigen Beitrag und ggf. auch von zusätzlichen Leistungen. Allerdings sind diese Tarife häufig nur erforderlich, wenn das Automobil als Zweitwagen zugelassen wird. Außerdem muss auch hier ein entsprechendes Gutachten vorgelegt werden. Wer ein solches Fahrzeuggutachten benötigt, setzt sich am besten direkt mit dem TÜV in Verbindung. Dort werden derartige Gutachten erstellt.