Böser Blick per Tuning für eine schönere Front

Ein böser Blick kann richtig gut aussehen. Wichtig ist allerdings, dass er professionell gemacht wird. Billige Blenden für Scheinwerfer sehen nicht gut aus.

Insbesondere bei jungen Autofahrern sowie eingefleischten Tuning Freunden ist der böse Blick sehr angesagt. Allerdings hat es eine ganze Weile gedauert, bis sich dieser Trend durchsetzen konnte. Zunächst waren es vor allem Golf Fahrer, die sich für diese Tuningmaßnahme begeistern konnten - immerhin befanden sie sich hiermit in der Lage, dem Golf eine gänzlich andere Frontoptik zu verpassen. Später folgten die BMW Fahrer: Insbesondere beim BMW E36 war das teilweise Abdecken der Scheinwerfer sehr gefragt - unter anderem auch deshalb, weil man es bei diesem Auto vergleichsweise gut bzw. einfach realisieren konnte.

Allerdings ist ein böser Blick längst nicht immer so einfach zu realisieren, wie es sich viele Tuner vorstellen. Insbesondere wenn man beim Tuning sehr hohe Ansprüche hegt, gilt es teilweise sehr kreativ zu sein und auch vor einem größeren Material- sowie Werkzeugeinsatz nicht zurückzuschrecken, um sein Ziel zu erreichen und den Look der Fahrzeugfront zu verändern.

Im Hinblick auf die Qualität ist anzumerken, dass es zwei Maßnahmen gibt um einen bösen Blick an den Scheinwerfern zu realisieren. Wer es einfach, schnell und vor allem günstig haben möchte, der kauft sich entsprechende Scheinwerferabdeckungen. Die Abdeckungen werden je nach Fahrzeugmodell entweder direkt an die Autoscheinwerfer angeklebt (oftmals nur mit doppelseitigem Klebeband) oder auch an die Motorhaube geschraubt. Wirklich professionell sind diese Tuningmaßnahmen natürlich nicht.

Wer es ernst meint, entscheidet sich für die zweite Variante, die so genannte Motorhaubenverlängerung. Ziel ist es, die Motorhaube zu verlängern, so dass diese zum Teil die Scheinwerfer überlugt oder überhängt. Der Vorteil besteht natürlich darin, ein massives, dauerhaftes und vor allem individuelles Tuning geschaffen zu haben. Allerdings ist anzumerken, dass sich eine entsprechende Maßnahme nicht ganz so einfach wie das Ankleben von Scheinwerferabdeckungen gestaltet. Stattdessen gilt es passgenaue Bleche anzufertigen, diese an die Motorhaube zu schweißen und anschließend die Motorhaube neu zu lackieren. Hierdurch fallen natürlich auch entsprechende Kosten an, doch dafür kann sich das Endergebnis wirklich sehen lassen.

Der Nachteil dieser Variante besteht darin, dass es keine Allgemeine Betriebserlaubnis bzw. ABE gibt. Daher gilt es zum TÜV zu fahren und die neue Motorhaube abnehmen und eintragen zu lassen. Wird ein böser Blick hingegen durch Ankleben fertiger Tuningteile bzw. Blenden vorgenommen, gibt es keine Probleme, sofern diese vom Hersteller oder Händler mit einer ABE ausgeliefert werden.