Chiptuning beim Benziner ordentlich durchführen

Ein Chiptuning beim Benziner kann eine enorme Leistungssteigerung bringen. Allerdings ist es wichtig, einen erfahrenen Tuningspezialisten zu beauftragen.

Wenn vom Chiptuning gesprochen wird, gilt es zu unterscheiden, welche Art von Motor getunt werden soll - immerhin gibt es Benzinmotoren und Dieselmotoren. Früher war es so, dass die ersten Tuningchips ausschließlich bei Benzin-Aggregaten eingesetzt wurden. Im Bereich der Diesel-Aggregate sind entsprechende Tuninglösungen erst deutlich später auf den Markt gekommen - zumal dort auch immer noch häufig mit der Tuningbox / Powerbox gearbeitet wird.

Die Tuningbox wird bei Leistungssteigerung von Benzinern nur noch ganz selten eingesetzt. Wer dem Motor seines Benziners etwas Gutes tun möchte, der entscheidet sich gleich für ein anständiges Chiptuning, das direkt am Steuergerät vorgenommen wird. Nur auf diese Weise ist es möglich, das Optimum aus dem Benziner herauszuholen und gleichzeitig den Motor nicht zu überlasten.

Das Chiptuning beim Benziner kann unterschiedliche Art und Weise vorgenommen. In Abhängigkeit vom Autohersteller sowie vom Fahrzeugmodell und dem darin befindlichen Steuergerät wird entweder der Chip getauscht oder es wird einfach nur eine Umprogrammierung vorgenommen - wobei anzumerken ist, dass letztere Vorgehensweise, die man in den meisten Fällen auch als OBD Tuning bezeichnet, immer häufiger durchgeführt wird.

In diesem Fall wird das Steuergerät per Computer und Datenkabel direkt über die OBD II Schnittstelle angesprochen. Dadurch wird es möglich, das Steuergerät auszulesen und auch neu zu programmieren oder gegebenenfalls auch nur umzuprogrammieren. Auf welche Art und Weise letzten Endes verfahren wird, hängt sowohl vom Motorsteuergerät, der darauf befindlichen Software sowie auch der Philosophie des jeweiligen Tuners ab. In den meisten Fällen wird das Chiptuning beim Benziner durch das Softwareupdate durchgeführt.

Wie groß die Leistungssteigerung ausfällt, die beim Benziner Chiptuning erreicht werden kann, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Zum einen kommt es darauf an, wie sehr das Steuergerät bzw. die Software des Autoherstellers die Möglichkeiten des Benzinmotors bereits ausreizt. Zum anderen entscheidet der Tuner darüber, wie sehr er den Motor an die Grenzen seiner Belastbarkeit führen möchte. Hier kommt es ganz auf die Programmierung bzw. die Einstellung der einzelnen Parameter an, die je nach Tuningspezialist ganz unterschiedlich vorgenommen wird. Wenn zum Beispiel ein Tuner mit einer höheren Leistungssteigerung wirbt, heißt dies noch lange nicht, dass sich ein anderer Tuner nicht in der Lage befinden würde, den Motor auf dieselbe Leistung zu steigern - es kann gut möglich sein, dass der Benziner einfach nicht so sehr belastet werden soll, schließlich nützt einem das Chiptuning nur wenig, wenn das Aggregat schon nach kurzer Zeit von einem Motorschaden heimgesucht wird.